Die neuen „digital facts“ der AGOF: 1 + 1 ist mehr als 2

Wenn am 16. September die DMEXCO eröffnet wird, wird eines der zentralen Themen das mobile Internet sein. Für die Menschen entwickelt es sich nämlich immer häufiger zum primären Zugang zum Netz. Auch wenn über 90% der Onliner das Internet immer noch über Desktops und Laptops nutzen, ist der Anteil rückläufig. Gleichzeitig hat die Nutzung von mobilen Geräten in den letzten fünf Jahren massiv zugenommen. Folgerichtig gilt für immer mehr Publisher und Plattformen, aber auch Werbekunden und Agenturen das Motto: „Mobile First“.

VON DR. NIKOLAUS SCHMITT-WALTER
Director Insights Plan.Net Gruppe

Für unsere Kunden ist es schon eine ganze Weile „normal“, dass neben „stationären“ Werbeträgern und Plattformen in digitalen Kampagnen gleichberechtigt auch mobile Kanäle belegt und gebucht werden. Wenn die Zielgruppe mobil ist, dann muss auch die Botschaft unserer Kunden dort zu sehen sein. Lediglich planen konnten wir mobile Reichweiten bislang nur rudimentär. Zwar stellt die AGOF schon länger die „mobile facts“ als Reichweitenstudie für mobile Werbeträger zur Verfügung. Wirkliche Relevanz im Planungsalltag hat diese Spezialstudie allerdings nie wirklich entwickelt – zu unterschiedlich waren Veröffentlichungsrhythmus, Grundgesamtheit und Erhebungsmethode zu den etablierten „internet facts“. Und nicht zuletzt waren es eben zwei getrennte Studien, die auch nicht gemeinsam in einem Tool zählbar waren.

Hier bessert die AGOF jetzt nach. Mit den „digital facts“ legt die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (wäre da nicht auch eine Namensänderung angebracht?) zum ersten Mal eine Reichweitenstudie vor, die sowohl mobile als auch stationäre Werbeträger umfasst und planbar macht.

1 + 1 ist dabei mehr als 2, denn es handelt sich nicht einfach um eine Zusammenlegung der beiden bisherigen Studien. Unter der Haube wurden im Zuge der Intergration von Desktop, Smartphones und Tablets jede Menge Verbesserungen implementiert, die dafür sorgen, dass die Nutzung und die Reichweiten von digitalen Werbeträgern noch genauer abgebildet werden. Eine gemeinsame technische Messung, eine integrierte Verarbeitung der Daten und eine bessere Zuordnung der gemessenen Werte auf verschiedene Gerätekategorien sind die zentralen Säulen der neuen Studie.

Für uns als Agenturen bedeutet das, dass wir die Leistungswerte unserer Kampagnen fortan plattformübergreifend optimieren können. Wir sehen jetzt, wie viele Nutzer eine Kampagne durch eine Belegung mobiler Plattformen zusätzlich erreicht.

Für die AGOF wird es in Zukunft noch viel zu tun geben – so decken die digital facts noch immer einen großen Teil des Display-Marktes nicht ab – Stichworte Google und Facebook. Ein Umstand, der durch die „digital facts“ noch schmerzlicher bewusst wird; und auch die Aktualität der Daten ist noch nicht optimal. Hier brauchen wir für die digitalen Echtzeitmedien täglich aktualisierte Leistungswerte.

Dennoch ist der AGOF mit den „digital facts“ ein großer und wichtiger Wurf gelungen, der den Agenturen ab sofort eine integrierte Planung wichtiger digitaler Kanäle ermöglicht.