Serviceplans Innovationsteam

Das PAGE Magazin stellte jüngst unter dem Titel „Dr. Lab“ Labore und freie Units vor, mit denen Agenturen ihre Innovationskraft vorantreiben wollen. Anlass genug, einen Einblick hinter unsere Kulissen zu gewähren.

Was bei anderen Agenturen „Trendforschungsunit“ oder „frogLab“ heißt, nennen wir in der Serviceplan Gruppe schlicht „Innovationsteam“.

Das Team besteht aktuell aus zehn Personen, mit fünf Nationalitäten. Trends zu finden und zu bewerten ist dabei nur ein Teil ihrer Aufgabe, denn diesen Aspekt überlassen wir gerne den Trendforschungsinstituten. Bei uns geht es tatsächlich um Innovationen: technischer, medialer und vor allem kommunikativer Art. Welche Neuerungen werden die kommunikativen Prozesse verändern, beschleunigen oder wandeln. Es geht um Möglichkeiten, um neue Wege für unsere Kunden und um Optionen, die Konsumenten besser und nachhaltiger zu erreichen.

Unser Innovationsteam betreut keine Kunden, sondern zeigt neue Wege auf. Das unterscheidet sie auch von allen anderen Einheiten. Die Mitglieder betreuen keine Kunden vor Ort, haben kein Tagesgeschäft und auch keine Etatverantwortung. Ihre einzige Aufgabe ist, zu inspirieren und Türen zu öffnen. Für die konkrete Umsetzung von Inhalten sind später die jeweiligen Agenturen der Serviceplan, Mediaplus oder Plan.Net Gruppe verantwortlich, die den Kunden betreuen.

Das Innovationsteam hat seinen Sitz in München und in Hamburg. Wobei es sich nicht einem speziellen Standort zugehörig fühlt, sondern einzig der Aufgabe, die gesamte Gruppe mit dem neuesten Stand von Technologien etc. zu versorgen. Also zuerst aufspüren, dann dokumentieren und dann an alle Standorte gleichermaßen weitergeben und bei der Umsetzung unterstützen. Das Team hat einen großen Grad an Freiheit und organisiert sich selbst – und ist auch für sich selbst verantwortlich, berichtet wird ausschließlich an unseren Kreativchef Alexander Schill.
Die beliebte Frage, was so ein Innovationsteam kostet, stellt sich nicht, solange wir die Frage, ob Agenturen auf Fortschrittsdenken, Innovation und den damit verbundenen Geist verzichten können, mit einem entschiedenen „Nein“ beantworten.

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Innovationskultur im Alltag

Die Mitglieder des Innovationsteams haben die Rolle eines Sparringspartners, der sein Wissen anbietet und einbringt. Wenn sie in konkrete Aufgaben eingebunden werden, dann meist nicht, um diese Aufgabe bis zum Ende zu lösen, sondern vielmehr als erste Inspirationsquelle. Sie übernehmen nicht die ganze Verantwortung für das Produkt, das am Ende präsentiert wird. Das gibt den Teammitgliedern ausreichend Freiraum, um Ideen anzustoßen, ohne sich von Budgetfragen oder Machbarkeitsszenarien beschneiden zu lassen. Die Projektverantwortung liegt, wie gesagt, ausschließlich bei den einzelnen Agenturen, deren Geschäftsführern und Kreativchefs.

Neben monatlichen Innovationlettern aus der Feder des Teams ist der persönliche Kontakt von Innovationsteammitgliedern der eigentliche und effektivere Weg, Innovationsgeist in unsere tägliche Arbeit zu integrieren. Sei es auf einem konkreten Projekt oder in einem internen Workshop zu einem bestimmten Thema wie beispielsweise 3D-Printing oder VR. Auch Sessions zu artverwandten Branchen wie Musik, Trickfilm oder Coding für unsere Mitarbeiter und Kunden an allen Standorten weltweit, tragen dazu bei, den Horizont immer wieder zu öffnen und bereit für neue Ideen zu machen.

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Ideen auf die Straße bringen

Das Team organisiert bzw. unterstützt regelmäßig sogenannte Innovationstage, die wir speziell für unsere Kunden organisieren. Entweder auf einem bestimmten für den Kunden relevanten Thema. Oder frei zu allem, was gerade da draußen so los ist. Ob das dann direkt Einfluss auf ein aktuelles Briefing hat oder nicht, hängt natürlich sehr von der jeweiligen Situation ab. Grundsätzlich nehmen unsere Kunden jeglichen Input gerne mit.

Ein sehr spannendes innovatives Projekt, das Serviceplan zusammen mit Plan.Net im vergangenen Jahr umgesetzt hat, ist sicherlich die Promotion EyeRide für unseren Kunden BMW Motorrad. Hier kann man eine virtuelle Motorradfahrt ohne Vorkenntnisse – im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Stand – durch den Einsatz von Virtual Reality hautnah erleben.

Entstanden ist die Arbeit in der Agentur, die den Kunden betreut. Das Innovationsteam stand den Kreativen und Beratern aber zur Seite und half beim Umgang mit den Werkzeugen, die für die Anwendung nötig waren. Zum Beispiel die zusätzliche Integration eines SubPacs für ein noch immersiveres Erlebnis.

VR und 360°-Lösungen sind mittlerweile, dank immer günstigerem Equipment, massentauglich und damit für immer mehr Marken interessant. Zusammen mit BMW Motorrad und diesem Projekt waren wir vor zwei Jahren sehr früh dabei und konnten gemeinsam Erfahrungen sammeln.

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